Wie ich eigentlich zeichne

1. Wie kommst du auf Ideen?

Die Cartoons sind meistens aus etwas aktuellem, dass mir absolut doof vorkommt und mir etwas dazu einfällt. Deshalb gibt es davon auch nur sehr wenige mache ich auch eher weniger. Bei dem Schlafanzugboy habe ich eine Grundidee, dann überlege ich einfach, was die Charaktere in der Situation machen würde. Das Schöne am Comic ist ja, dass ich da komplett rumspinnen kann.

2. Wie arbeitest du?

bleiiistift

Ein Beispiel dafür, wie meine Vorzeichungen aussehen.

Auch einfacher, als man denkt. Normal mache ich Vorzeichungen mit Bleistift, die bei mir zuerst die Proportionenund Komposition grob festlegen, dann arbeite ich die Details aus. Das Nachzeichnen mache ich mit überteuerten Pigmentstiften/Finelinern in diversen Strichstärken. Dabei kommt es mir vor allem darauf an, das es sauber und aufgeräumt und ein wenig dynamisch aussieht. Zum Schluss scanne ich das Ganze und mache sie mit Photoshop schwärzer. Korrekturen sind bei mir mittlerweile nur sehr selten nötig und ich möchte auch, dass meine Comics handgemacht sind und auch so aussehen.

3. Warum vor allem Schwarz-Weiß?

Faulheit. Mit der Maus kolorieren ist eine Qual. Außerdem mag ich das immergleiche digitale Aussehen gerade von Webcomics nicht. Und da ich nicht per Hand kolorieren kann (Stifte sauteuer, von Aquarell verstehe) mache ich es lieber so. In Farbe wirkt auch alles viel klarer, dann müsste ich mir sehr viel mehr Gedanken über Details und so weiter machen.

4. Woher kannst du das alles?

Ansich zeichne ich unregelmäßig und nicht besonders gut. Perspektive fällt mir allerdings leicht, dafür habe ich von Anatomie keine Ahnung. Am Anfang habe ich mich stark am Manga Zeichenkurs vom Dragonballautor Akira Toriyama orientiert, obwohl ich nie Manga zeichnen wollte. Mittlerweile helfen mir die Bücher von Scott McCloud sehr, die Lektüre kann ich sehr empfehlen. Ansonsten habe ich einfach drauflosgezeichnet, Kritik gesammelt und selbst gemerkt, wo ich etwas verbessern kann. Und weiter drauflosgezeichnet.

 
  


© 2006-2009 by Jonathan Krase